Neue Förderungen für Unternehmer und Selbstständige ab 01. Juli 2021

Die Auswahl und der Einsatz der richtigen Fördermittel sind unverzichtbare Voraussetzungen für eine optimale und maßgeschneiderte Finanzierungsstruktur in den Unternehmen

Ab dem 1. Juli 2021 wird es neue Förderprogramme für Neubauten und energetische Sanierungen geben.

1. Was ist neu?

Die neue Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) ersetzt die bisherige Förderung.

Haben Sie vor, in ein energiesparendes Gebäude zu investieren? Dann sind Sie hier richtig!

Ab dem 1. Juli 2021 wird es neue Förderprogramme für Neubauten und energetische Sanierungen geben.
Sie können die neuen Förderkredite und Zuschüsse der „Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG)“ beantragen – für einen Neubau oder für die Sanierung zum Effizienzhaus sowie einzelne energetische Maßnahmen.
Die Förderung für Baubegleitung beantragen Sie direkt zusammen mit Ihrem Kredit oder Zuschuss.
Die BEG ersetzt die bestehenden Programme zur Förderung von Energieeffizienz und Erneuerbaren Energien im Gebäudebereich – darunter das CO2-Gebäudesanierungsprogramm (Programme Energieeffizient Bauen und Sanieren), das Programm zur Heizungsoptimierung (HZO), das Anreizprogramm
Energieeffizienz (APEE) und das Marktanreizprogramm zur Nutzung Erneuerbarer Energien im Wärmemarkt (MAP).

2. Wie ist die Förderung für Unternehmen und Selbständige?

Sie bekommen Förderkredite und/oder Zuschüsse von 15% – 50%.
Beim Bauen und Sanieren spielen zukünftig Nachhaltigkeit, Digitalisierung und erneuerbare Energien eine größere Rolle. Maßnahmen in diesen Bereichen werden daher mit einer höheren Förderung belohnt.
Ein Beispiel:
Sie erhalten bis zu 75.000 Euro Zuschuss, wenn Sie Ihr Einfamilienhaus sanieren und dabei die Stufe „Effizienzhaus 40“ mit einer Erneuerbaren-Energien-Klasse  erreichen.
Höhere Förderung erhalten Sie auch, wenn Sie für Ihr Wohngebäude einen individuellen Sanierungsfahrplan erstellen lassen und vollständig umsetzen.

3. Was wird gefördert?

Die BEG ist in eine Grundstruktur mit drei Teilprogrammen aufgeteilt:

A. Bundesförderung für effiziente Gebäude – Wohngebäude (BEG WG)
==> zum Beispiel Eigentumswohnungen, Ein- und Mehrfamilienhäuser

B. Bundesförderung für effiziente Gebäude – Nichtwohngebäude (BEG NWG)
Gewerbegebäude, kommunale Gebäude:
1) Neubau, Ersterwerb Effizienzgebäude (40 oder 55): Zinsgünstiger Kredit mit  Tilgungszuschuss oder direkter Zuschuss 15 % – 22,5 %

2) Sanierung zum Effizienzgebäude (40,55,70,100): Zinsgünstiger Kredit mit Tilgungszuschuss oder direkter Zuschuss 27,5 % – 50,0 %

3) Details: Höchstgrenze förderfähige Kosten: 2000,00 €/m² Nutzfläche bis zu 25 Mio. € Förderkredit, Zinssatz ab 0,90 %, Tilgungszuschuss 15 % – 50 %

C. Bundesförderung für effiziente Gebäude – Einzelmaßnahmen (BEG EM)
Maßnahmen an der Gebäudehülle, Anlagentechnik, Heizungen und Solartechnik, Fachplanung und Baubegleitung
1) Dämmung: Zuschuss 20 %,
2) Sommerlicher Wärmeschutz: Zuschuss 20 %
3) Klima-, Lüftungs-, Wärme/Kälte-Anlagen: Zuschuss 20 %
4) Mess-, Steuer-, Regeltechnik: Zuschuss 20 %
5) energieeffiziente Beleuchtungssysteme: Zuschuss 20%
6) Moderne Heiztechnik (diverse Maßnahmen): Zuschuss 20 %
7) Höchstgrenze förderfähige Kosten: 1000,00 €/m² Nutzfl. bis zu 15 Mio. Förderkredit , Tilgungszuschuss bis zu 50 %, Gebäude mind. 5 Jahre alt

Baubegleitung:
Für die Fachplanung und Baubegleitung eines Effizienzgebäudes oder einzelne energetische Maßnahmen bei bestehenden Gebäuden benötigen Sie eine Expertin oder einen Experten für Energieeffizienz aus der Liste der Deutschen Energie-Agentur (dena).
==> Zuschuss bis 50 % aus maximal 40.000,00 €

4. Wer wird gefördert?

  • Privatpersonen und Wohnungseigentümergemeinschaften
  • freiberuflich Tätige
  • Kommunale Gebietskörperschaften, kommunale Gemeinde- und Zweckverbände, sowie rechtlich unselbständige Eigenbetriebe von kommunalen Gebietskörperschaften, sofern diese zu Zwecken der Daseinsvorsorge handeln
  • Körperschaften und Anstalten des öffentlichen Rechts, zum Beispiel Kammern oder Verbände
  • gemeinnützige Organisationen einschließlich Kirchen
  • Unternehmen, einschließlich Einzelunternehmer und kommunale Unternehmen
  • sonstige juristische Personen des Privatrechts, einschließlich Wohnungsbaugenossenschaften

Die Antragsberechtigung gilt für Eigentümer, Pächter oder Mieter des Grundstücks, Grundstücksteils, Gebäudes oder Gebäudeteils, auf oder in dem die Maßnahme umgesetzt werden soll.

5. Wo können die Anträge gestellt werden?

  • die Förderkredite können über die KfW beantragt werden
  • Zuschüsse für energetische einzelmaßnahmen können über die BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) beantragt werden

6. Welche Unterlagen werden vorab benötigt?

  • Vorhabensbeschreibung
  • Kostenaufstellung
  • Projektbeschreibung eines Energieberaters

7. ACHTUNG! UNBEDINGT BEACHTEN:

Anträge dürfen ab dem 01.07.2021 gestellt werden.

Mit dem Vorhaben darf erst nach Antragstellung begonnen werden. (Ausnahme: Planungs- und Beratungsleistungen).

Wir beraten Sie gerne bei der Auswahl und bei allen Formalitäten.

Autor des Blogartikels

Hermann Früh

Hermann Früh

Unternehmensberater
Bankbetriebswirt SVBW

Er berät Sie in allen Belangen rund um die Unternehmensberatung.
Tätig seit März 2020

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F+S Beratung in Villingen-Schwenningen

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